Reizdarmsyndrom

Überblick

Etwa 15 Millionen Deutsche leiden Schätzungen zufolge an einem Reizdarmsyndrom.

Ein Reizdarmsyndrom zeichnet sich durch chronische Darmbeschwerden aus, die für viele Betroffene störend, in zahlreichen Fällen sogar sehr belastend sein können.

Dabei klagen Patienten über unterschiedlichste Symptome: Manche leiden an Verstopfung, andere an Durchfall, auch Blähungen oder Bauchkrämpfe können immer wieder auftreten. Bei vielen Patienten zeigen sich die Symptome über einen längeren Zeitraum immer wieder, oft wechseln sich verschiedene Symptome auch ab oder treten in Kombination auf. Ein Reizdarm kann viele Gesichter haben. Die Beschwerden gehen sogar so weit, dass sie bei manchen Betroffenen den Tagesablauf diktieren. Die Lebensqualität von Betroffenen kann dadurch signifikant beeinträchtigt werden.
Und was für viele beinahe genauso schwer wiegt: Sie fühlen sich mit ihren Beschwerden häufig nicht ernst genommen und allein gelassen. Denn allzu oft werden Menschen mit chronischen Darmbeschwerden belächelt oder gar als Simulanten abgestempelt.

Zu Unrecht: Das Reizdarmsyndrom beschäftigt Spezialisten schon seit über 100 Jahren. Die Krankheit wurde erstmals im Jahr 1849 beschrieben und steht heute sogar im Fokus der Forschung.

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Ursachen

Lange Zeit tappten Forscher bei der Suche nach den Ursachen des Reizdarmsyndroms im Dunkeln.

Neueste Forschungen brachten nun endlich mehr Licht ins Dunkel: Die typischen Darmbeschwerden bei Reizdarm werden immer öfter einer gestörten Darmbarriere zugeschrieben. Immer mehr Wissenschaftler gehen mittlerweile davon aus, dass kleinste Schädigungen (Disruptions) der Darmwand die chronischen Darmbeschwerden verursachen können. Diese Schädigungen können dafür verantwortlich sein, dass Schadstoffe und Krankheitserreger in die Darmwand eindringen und winzige Entzündungen hervorrufen, die das Darmnervensystem reizen. Das Darmnervensystem wird dadurch in seiner Funktion gestört.

Gestörte Darmbarriere als Ursache für das Reizdarmsyndrom

Es gibt der „Darmmuskulatur“ fehlerhafte Anweisungen, wodurch diese sich zu schnell, zu langsam oder im falschen Moment dehnt oder zusammenzieht. Die fehlerhaften Muskelbewegungen können die typischen Reizdarm-Symptome auslösen. Vereinfacht gesagt: Mal bewegt sich der Darm zu langsam, dann tritt Verstopfung auf. Ein anderes Mal bewegt er sich zu schnell und Durchfall ist die Folge. Krämpfe entstehen, wenn sich die Muskulatur übermäßig zusammenzieht. Außerdem treten Blähungen als Begleiterscheinung auf. Da die Schädigungen in der Darmwand nur schwer zu entdecken sind, ist ein Reizdarm bis heute nur sehr schwer diagnostizierbar.

Umfassende Informationen zum Reizdarmsyndrom mit Symptomen wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder einem Blähbauch finden Sie unter reizdarm.net!